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Was
tun wir für den Erhalt der Vertragsnaturschutz - Beweidung - Weinlage Anfahrt
Faltblatt über die Sandbeekswiese
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Im Nordosten von Braunschweig befindet sich zwischen Schapener Forst und Sandbach die einzige großflächig erhaltene Feuchtwiese in der Region, die Sandbeekswiese. Auf ca. sieben Hektar wachsen eine Vielzahl seltener Pflanzenarten. Drei Hektar davon befinden sich in Privatbesitz und sind seit 1979 vom Naturschutzbund (NABU) gepachtet. Der Rest wurde von der Stadt Braunschweig sukzessiv angekauft und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zur Pflege anvertraut. Andere Teile des Gebietes werden noch landwirtschaftlich genutzt. Neben
diesem besonderen Flächenschutz hat die Wiese auch eine große Bedeutung für
den Artenschutz. 38 hier vorkommende Arten
sind nach der „Roten Liste der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen in
Niedersachsen und Bremen“ gefährdet. Zehn Spezies davon gehören zu der
Gefährdungskategorie „stark gefährdet“. Knöllchen-Steinbrech (Saxifraga granulata) und hier im Bild links: Trollblume (Trollius europaeus) zählen nach der Bundesartenschutzverordnung (§ 1) zu den „besonders geschützten Arten“, für die im Bundesnaturschutzgesetz (§ 20f) sehr strenge Schutzvorschriften erlassen sind.
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Den Status mit der höchsten rechtlichen Schutzkategorie haben die nach der Bundesartenschutzverordnung „vom Aussterben bedrohten Arten“. Hierzu gehören zum Beispiel alle Orchideen, von denen auf der Sandbeekswiese das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis, im Foto links), das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata, im Foto rechts) und das Große Zweiblatt (Listera ovata) einen Bestand mit über 10.000 blühenden Exemplaren bilden. |
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Die Bedeutung der Sandbeekswiese für den Naturschutz Feucht- und Nasswiesen gehörten noch vor wenigen Jahrzehnten zu den häufig vorkommenden Lebensräumen. Heute sind sie infolge von Entwässerung und intensivierter Landwirtschaft in vielen Regionen so selten geworden, dass sie ein zentraler Schwerpunkt der Naturschutzbemühungen sind. Die Sandbeekswiese ist eine typische „Pfeifengraswiese“ (Molinietum caerulae). Nach der „Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen Niedersachsen“ sind basenreiche Pfeifengraswiesen von vollständiger Vernichtung bedroht (Gefährdungskategorie 1). Hier finden Sie eine Liste der gefährdeten Arten auf der Sandbeekswiese. Als „hochstaudenreiche Nasswiese“ gehört sie zu den „besonders geschützten Biotopen“ (Niedersächsisches Naturschutzgesetz §§ 28a + b). Mit dem Vorschlag des Niedersächsischen Umweltministeriums, die Sandbeekswiese in das europäische Netz „Natura 2000“ aufzunehmen, erhält sie bundesweite Bedeutung.
Die größte Bedrohung stellen auch heute noch die Eutrophierung, die Erhöhung des Nährstoffgehaltes des Bodens, die Entwässerung und Aufforstung dar. Durch Überdüngung sind gerade viele magere Wiesen degeneriert bzw. zerstört worden. Die wenigen noch erhaltenen intakten Feuchtwiesen müssen daher unbedingt fachlich gepflegt werden. Voraussetzung eines langfristigen Schutzes ist der vollkommene Ausschluss jeglicher Düngung. Durch regelmäßige Pflege werden Nährstoffe entzogen und ein Verschilfen oder Verbuschen verhindert.
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Die offiziell ausgewiesenen Kulturdenkmäler sind in der Regel historische Bauten. Doch auch ein Landschaftselement wie die Sandbeekswiese hat als Zeugnis alter Land- und Waldwirtschaftsformen den Wert eines Kulturdenkmals. Wo der Boden für den Ackerbau zu nass war, wich der Mensch auf andere Nutzungsformen aus. Die vorhandenen „Wölbäckerstrukturen“ weisen auf die älteste überlieferte Nutzungsform der Sandbeekswiese hin. Bereits im Mittelalter wurde der nasse Boden zu langen flachen Hügeln aufgepflügt. Zwischen den Hügeln entstanden Entwässerungsrinnen. Die entwässerten Hügel waren so für einen landwirtschaftlichen Anbau geeignet: Es entstand ein „Wölbacker“, der in Niedersachsen auch „Legdenanger“ genannt wurde. |
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Schneitelbäume Bild links: Schneitelbäume am Bismarckturm (Asse)
Ursprünglich wurde die Sandbeekswiese als „Streuwiese“ genutzt, die ein- bis zweimal im Jahr gemäht wurde. Das getrocknete Schnittgut kam als Streu für das Vieh in die Ställe. Durch diese extensive Nutzungsform hat sich bei den bestehenden Standortverhältnissen, wie z.B. Nässe und relative Nährstoffarmut, eine artenreiche Pfeifengraswiese entwickelt und erhalten. Ob auf der Sandbeekswiese eine intensivere Nutzung mit dem Einsatz von Düngemitteln und flächiger Entwässerung stattfand, ist uns nicht bekannt. |
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Was tun wir für den Erhalt der Sandbeekswiese? Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von BUND und NABU arbeiten in ihrer Freizeit seit nunmehr 22 Jahren regelmäßig auf der Sandbeekswiese. Im Jahr 1998 haben wir beispielsweise 632 Stunden für den Erhalt der Wiese aufgewendet. Im Vordergrund der Pflegearbeiten stehen das Mähen, das Zusammenharken und das Abtragen des Mähguts. Dabei unterstützt uns die Stadt Braunschweig sowohl praktisch als auch finanziell. Inzwischen
wird ein Großteil des Mähgutes von einem Landwirt genutzt. Seit 1997 werden
eingezäunte Teilflächen kurzzeitig durch eine Herde Mutterkühe mit Kälbern
beweidet. Dieses neue Pflegekonzept wird durch Untersuchungen begleitet. Weitere
Arbeiten sind Entkusselungen, Betreuung von Nistkästen im angrenzenden Wald und
Pflege der Weideeinrichtungen. Durch regelmäßige Beobachtung der Wiese werden die Pflegemaßnahmen den Verhältnissen ständig angepasst. Im Foto sehen Sie die Arbeit an einer Kartierung. Wenn es erforderlich ist, werden zu groß werdende Reinbestände dominanter Arten wie Mädesüß oder Schilf durch eine Zweit- oder Drittmahd zurückgedrängt. Sehr seltene und mit nur wenigen Exemplaren vorkommende Arten, zum Beispiel die Trollblume, werden bis zur Stärkung des Bestandes eingezäunt, um sie vor Wildverbiss zu schützen.
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Die Pflege der Sandbeekswiese ist aufwendig und teuer. Trotz Unterstützung der Stadt Braunschweig stehen wir Jahr für Jahr vor der Frage, ob im nächsten Jahr die notwendigen Arbeiten fortgesetzt werden können oder ob alle bisherigen Bemühungen vergeblich waren. Denn nur regelmäßige Pflegemaßnahmen sichern langfristig den Erhalt dieses wertvollen Landschaftselementes. Zur Absicherung der Pflege der Sandbeekswiese ist Ihre Spende mit dem Stichwort „Kreisgruppe Braunschweig - Sandbeekswiese“ (Bankverbindung siehe unten) sehr erwünscht. Ihre Spende wird ausschließlich und jederzeit überprüfbar für den Erhalt dieser Wiese eingesetzt. Für Beträge über 50,- € erhalten Sie unaufgefordert eine steuerabzugsfähige Spendenbescheinigung. Wir freuen uns aber auch über weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch ihren persönlichen Einsatz einen Beitrag zum Schutz der Sandbeekswiese leisten wollen. Auch Ihr Engagement, mag es Ihnen auch noch so gering erscheinen, hilft, die Sandbeekswiese zu erhalten. Spendenkonto:
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Wer ist "Wir" - Eine Vorstellung Bei der Pflege der Sandbeekswiese arbeiten NABU und BUND zusammen.
Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) wurde 1975 gegründet und hat heute 365.000 Mitglieder. Die Kreisgruppe Braunschweig besteht seit 1980 und hat derzeit ca. 470 Mitglieder. In ihr haben sich Arbeitsgruppen (AG) zu unterschiedlichen Themen gebildet. Die AG Biotopschutz betreut zur Zeit 20 Biotope im Raum Braunschweig. BUND Kreisgruppe Braunschweig info@bund-bs.de
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