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Die Bedeutung der Sandbeekswiese für den Naturschutz

Feucht- und Nasswiesen gehörten noch vor wenigen Jahrzehnten zu den häufig vorkommenden Lebensräumen. Heute sind sie infolge von Entwässerung und intensivierter Landwirtschaft in vielen hainwachtelweizen.jpg (26978 Byte) Regionen so selten geworden, dass sie ein zentraler Schwerpunkt der Naturschutzbemühungen sind. Die Sandbeekswiese ist eine typische „Pfeifengraswiese“ (Molinietum caerulae). Nach der „Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen Niedersachsen“ sind basenreiche Pfeifengraswiesen von vollständiger Vernichtung bedroht (Gefährdungskategorie 1). Hier finden Sie eine Liste der gefährdeten Arten auf der Sandbeekswiese.

Als „hochstaudenreiche Nasswiese“ gehört sie zu den „besonders geschützten Biotopen“ (Niedersächsisches Naturschutzgesetz §§ 28a + b). Mit dem Vorschlag des Niedersächsischen Umweltministeriums, die Sandbeekswiese in das europäische Netz „Natura 2000“ aufzunehmen, erhält sie bundesweite Bedeutung.

StreifenwanzeFeuchtwiesen gehören aufgrund ihrer Pflanzenvielfalt zu den an wirbellosen Tieren artenreichsten Biotopen Mitteleuropas. Auf der Sandbeekswiese leben viele Arten von Käfern, Schmetterlingen, Libellen, Heuschrecken, Bienen, Hummeln, Wanzen (im Foto die Streifenwanze) und Zikaden. Hinzu kommen weitere Wirbellose wie Spinnen - mit der Wespenspinne als besonderer Art - und Schnecken. Diese Vielzahl an Kleintieren ist wiederum Nahrungsgrundlage insbesondere für Kröten, Molche und Frösche. Auch Vögel wie Baumpieper, Gelbspötter, Schilfrohrsänger, Zaunkönig, Rotkehlchen, Waldschnepfe, Neuntöter, Feldsperling und Rotmilan nutzen die Sandbeekswiese wegen ihrer Strukturvielfalt und des großen Nahrungsangebots als Brut- und Rastgebiet.

Die größte Bedrohung stellen auch heute noch die Eutrophierung, die Erhöhung des Nährstoffgehaltes des Bodens, die Entwässerung und Aufforstung dar. Durch Überdüngung sind gerade viele magere Wiesen degeneriert bzw. zerstört worden.

Die wenigen noch erhaltenen intakten Feuchtwiesen müssen daher unbedingt fachlich gepflegt werden. Voraussetzung eines langfristigen Schutzes ist der vollkommene Ausschluss jeglicher Düngung. Durch regelmäßige Pflege werden Nährstoffe entzogen und ein Verschilfen oder Verbuschen verhindert.