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BUND

Aktualisiert: 
April 2005

 

UMWELTBILDUNG

 

 

Seit einigen Jahren bieten wir für Schulen unterschiedliche Exkursionen an, die z.B. Projekttage sinnvoll begleiten oder ergänzen können.

Die Schüler lernen etwas über die „Natur vor ihrer Haustür“: nicht theoretisch aus Büchern sondern hautnah und praktisch und das noch mit viel Spaß.

Bis Ende 2001 nahmen durchschnittlich 20 Schulklassen das Angebot wahr. Seit der CDU / FDP - Mehrheit im Rat der Stadt Braunschweig wird das Naturschutzzentrum finanziell nicht mehr gefördert, so dass wir unsere Exkursionen nicht mehr kostenlos anbieten können.

 

Mit Ferngläsern und Spektiv ausgerüstet geht es rund um die Teiche. Wer entdeckt  die „komischen“ Füße des Blesshuhns oder die Erpellocke der Stockente? Sind Hornissen wirklich gefährlich? Wie alt sind eigentlich Teichmuscheln? Wozu ist ein toter Baum noch gut? Müssen Wasservögel wirklich mit Brot gefüttert werden?

Die meisten Schüler erkennen schnell: das NSG Riddagshausen ist mehr als ein Ort zum Enten füttern oder Schlittschuh  laufen.

 

 

Was lebt im Tümpel?


Mit Keschern, Becherlupen und Bestimmungsbuch lernen die Schüler die Lebewesen eines kleinen Tümpels kennen. Für solche Unternehmungen ist das NSG Riddagshausen selbstverständlich tabu. Deshalb weichen wir auf ein kleines flaches Gewässer in einem der BUND - Betreuungsgebiete aus, um den Kindern diese Art des Naturerlebens zu ermöglichen.

Anfangs zögern viele Kinder angesichts des trüben Tümpelwassers, verlieren aber ihre Scheu, wenn sie die ersten „Echsen“ (Molche) gefangen haben. Sie entdecken Frosch- und Molchlarven, Egel, Wasserkäfer und Libellenlarven. Am „coolsten“ sind die teilweise großen Gelbrandkäferlarven, die alles fressen würden, was zu ihnen in den Fangeimer gelangt. Die große Vielfalt in einem so kleinen Tümpel überrascht sehr. Zuletzt sind alle Kinder begeistert - und mehr oder weniger nass und verdreckt.

 

Erstaunlich, was so alles in der Wiese krabbelt: Ameisen, Springschwänze, Zikaden, Käfer, Wanzen, Tausendfüßer und andere seltsame Wesen. Am interessantesten, vor allem für die männlichen Miniforscher, sind die Spinnen. Allein bei dieser Tiergruppe erleben die Schüler, wie groß die Artenvielfalt gerade bei den ganz kleinen Tieren ist.

Auch auf den Bäumen ist erstaunlich viel los. Um dieses sichtbar zu machen, wird ein weißes Tuch unter den Baum gelegt und an den Ästen kräftig gerüttelt. Dann fallen sie herab: z.B. Zikaden und glänzende Rüsselkäfer, Spinnen und Weberknechte.