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BUND
Aktualisiert:
April 2005
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DER SCHAPENER BAHNHOF
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vorher |
nachher
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Auf
Betreiben der Bürgerschaft Schapen wurde der im NSG liegende ehemalige
Bahnhof Schapen saniert. Trotz grundsätzlicher Bedenken führten BUND und
NABU langwierige Verhandlungen mit der Stadt Braunschweig über eine
naturschutzverträgliche Nutzung des Gebäudes durch das
Naturschutzzentrum Riddagshausen. Es wäre beispielsweise ein geeigneter
Ort für die Präsentation der Ausstellung gewesen. Offenbar bestand
jedoch nie ein ernsthaftes Interesse daran, die Naturschutzverbände dort einziehen zu lassen.
Es gab immer neue Vertragsvarianten. Letztlich
scheiterte ein für die Verbände akzeptabler unterschriftsreifer Vertrag am
Widerstand der Bürgerschaft.
Im
Laufe des Jahres 2001 wurde umfassend renoviert und saniert. Leider fiel
der Baum- und Strauchbestand rund um den Bahnhof der Maßnahme zum Opfer -
auf Veranlassung der Naturschutzbehörden (!) und des Grünflächenamtes.
Eine Aktion, die dem potentiellen Nutzer, einem Institut der
Tierärztlichen Hochschule Hannover, auch nicht gefiel. Es gab
schließlich keinen Grund, der eine solche Fällaktion in einem
Naturschutzgebiet gerechtfertigt hätte.
Hat man möglicherweise von der Vorgabe der
naturschutzverträglichen Nutzung des Gebäudes Abschied genommen? Will
man den restlichen Baumbestand beseitigen, um einen freien Blick nach
Schapen zu erlauben? Es muss einen Grund geben, warum der Schapener
Bahnhof in der neuen Naturschutzgebietsverordnung aus dem Schutzgebiet
herausgelöst wurde und nun ebenso wie das Fischerhaus und Schäfers Ruh
zur Enklave geworden ist.
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DAS WILDGEHEGE
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Im
Waldgebiet Buchhorst gibt es seit Jahrzehnten ein Wildgehege mit
Rot- und Damwild, obwohl diese Arten im NSG natürlicherweise nicht frei
leben.
Im
Vorfeld nötiger Sanierungsmaßnahmen hat der BUND vorgeschlagen, das Gehege
in den Braunschweiger "Westpark" zu verlegen. Dort wäre eine
artgerechtere Haltung mit großen Wiesenflächen und Unterständen
möglich gewesen. Leider hat die Stadt Braunschweig das Wildgatter im NSG
belassen und seine Einzäunung total erneuert. Wenigstens das Rotwild ist
in den Saupark Springe umgesiedelt worden.
Wildgehege
sind Tiergefängnisse und in Naturschutzgebieten ökologisch unsinnig und
nicht zeitgemäß.
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DAS NSG ALS
JAGDREVIER |
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Trotz Beteiligungszusage wurde im Mai 2002 ohne Mitwirken von BUND
und NABU die Jagdverpachtung des NSG und EU - Vogelschutzgebietes Riddagshausen
zwischen Stadt Braunschweig und Braunschweiger Jägerschaft traurige
Tatsache. |
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So
kann mit Zustimmung der Bezirksregierung Braunschweig die Bejagung von
Stockenten, Höckerschwänen, Grau- und Kanadagänsen erlaubt werden. Können alle Jäger diese Vögel
von geschützten Arten im Fluge unterscheiden? Federwild soll nur fliegend
geschossen werden!
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NEUE
GEBIETSVERORDNUNG
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Zum 18.12.2002 hat die Bezirksregierung Braunschweig / Obere
Naturschutzbehörde eine Neue Verordnung über das Naturschutzgebiet
"Riddagshausen" erlassen. Es sind einige Verbesserungen aber
auch zahlreiche Verschlechterungen für das Schutzgebiet formuliert
worden.
Negativer Gipfelpunkt ist die Erlaubnis,
die Wasservögel am Kreuzteich zu füttern. In Zoologischen Gärten zum
Wohle der Tiere verboten dürfen im Naturschutzgebiet und Europareservat
Riddagshausen die wildlebenden Vögel mit Brot satt verwöhnt werden. So
kann die unmögliche Situation entstehen, dass am Haupteingang des
Gebietes die Vögel gemästet und im Kernbereich durch Abschuss dezimiert
werden. Und das alles mit behördlicher Genehmigung! |
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