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BUND
Aktualisiert:
Februar 2006
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Das Naturschutzgebiet Riddagshausen soll durch
landschaftspflegerische Konzepte und Maßnahmen geschützt, gepflegt und
entwickelt werden. Dies hat sich die Verwaltung der Stadt verstärkt zur
Aufgabe gemacht.
So sind z.B. im laufenden Jahr 2004 folgende
Maßnahmen - ohne Kenntnis der Umweltverbände - realisiert worden, deren
naturschutzfachlicher Hintergrund in Frage zu stellen ist.
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RUHEPLATZ BEI
KÖNNECKENRODE
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Zugunsten der
rastenden und anzusiedelnden Großvögel (vor allem des Weißstorches) ist
der Erlenbruchwald in Könneckenrode im Spätherbst 2003 großflächig
gerodet worden.
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vorher
nachher
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Im Spätfrühling 2004 ist im
Bereich der Großvogelschneise ein Ruheplatz entstanden, bestehend aus
einer ca. 6 qm großen Pflasterfläche, 2 Bänken, einem Tisch und einer
Holzbarriere. Eine solche Einrichtung an dieser Stelle hält das
Naturschutzzentrum für völlig deplaziert, wird sie doch das angedachte
Ziel - Förderung der Großvögel - ganz sicher verhindern. |
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BIRKENENTFERNUNG
IN KÖNNECKENRODE
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Im Sommer 2004
wurden im Grünland hinter der großflächigen Erlenrodung zwei
mehrstämmige abgestorbene Birken entfernt. Die Entfernung von wichtigem
stehendem Totholz im Naturschutzgebiet, abgesehen vom Zeitpunkt der
Abholzungsaktion, ist naturschutzfachlicher Unsinn. Nach Ansicht des
verantwortlichen Umweltamtes neigen Birken nach dem Absterben schnell zu
Ast- und Stammbruch. Im Fallbereich würden sich schnell Pionierpflanzen
wie Brombeere, Erle usw. ansiedeln. Die Zielvorgabe der Pflegemaßnahmen -
Offenhaltung des Grünlandes - wäre dann nicht mehr sichergestellt.
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BANKETTVERBREITERUNG
AN DER LINDENALLEE
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Ein weiterer, für
das Naturschutzzentrum nicht nachvollziehbarer Eingriff in das
Naturschutzgebiet erfolgte im Frühjahr 2004. Entlang des nicht
gepflasterten Teiles der Lindenallee wurde der Bankettstreifen am
Bruchwaldgürtel verbreitert und mit Mineralgemisch befestigt. Dieser wird
eifrig als Autoparkstreifen, während der Parkplatz an der Gaststätte
verwaist. Das zuständige städtische Amt (FB 66) vertritt die Ansicht,
die Bankette seien nicht verbreitert sondern innerhalb des
Straßenkörpers saniert worden. Außerdem müsse sichergestellt sein,
dass Oberflächenwasser aus dem Fahrbahnbereich ungehindert über die
Bankette in die Straßenseitengräben abfließen kann. Der westliche
Straßenseitengraben grenzt unmittelbar an den Bruchwaldgürtel der
Kernzone des NSG Riddagshausen. Es ist keinesfalls anzustreben, dass über
diesen Graben Oberflächenwasser in den entschlammten Schapenbruchteich
gelangen kann.
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