Wespenspinnen
waren ursprünglich im Mittelmeerraum zu Hause. Im Laufe dieses Jahrhunderts
wanderten sie über die Alpen in den mittel- und nordeuropäischen Raum ein. Sie
besiedeln vorwiegend trockenes wie feuchtes Ödland. Bei Biotopschutz-Einsätzen
konnten wir sie jetzt wiederholt auch in der Braunschweiger Region finden.
Dieses Foto entstand auf der Schweineweide. Wespenspinnen sind auf den Fang von
Heuschrecken spezialisiert. Das Weibchen der Wespenspinne wird bis 2 cm groß, das Männchen ist dagegen mit etwa 4 mm sehr
klein. Es muss sehr vorsichtig sein, um nach der Paarung nicht vom Weibchen
gefressen zu werden. Das Weibchen ist auffällig wie eine Wespe gelb oder
cremeweiß mit schwarzer Zeichnung. Wespenspinnen gehören zu den Radnetzspinnen. Sie bauen ihre senkrechten Fangnetze in etwa 40 Minuten. Der
spiralig angeordnete Fangfaden hält die Beute mit Hilfe von Klebtröpfchen
fest. Die Spinne hat Wachshaare an den Füßen; die verhindern, dass sie selbst
festklebt.
Auf dem Foto links ist ein sehr auffälliges,
zickzackförmiges Muster im Netz zu sehen. Hierbei wird vermutet, dass diese
verdickten Fäden das Netz stabilisieren sollen.