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Hochstamm-Obstwiesen
sind Zeugen einer jahrhundertealten bäuerlichen Kultur von hohem ökologischem
Wert und seit den 50er Jahren mit der Intensivierung des Obstbaus zunehmend
verschwunden oder vernachlässigt worden.
Obwohl der ehrenamtliche Naturschutz bereits in den 70er Jahren auf die Gefährdung dieses besonders artenreichen Lebensraumes hinwies, dauerte es noch 10 Jahre, bis ein verändertes Umweltbewusstsein dazu führte, den hohen Wert des althergebrachten Obstanbaus wieder zu entdecken.
Im Zuge dieses Umdenkens entstanden in ganz Deutschland Initiativen, die durch Vermarktung von Streuobstprodukten eine langfristige Perspektive für den Obstwiesenschutz sehen. So auch die Arbeitsgemeinschaft Streuobst, ASt e.V., die 1995 aus drei Verbrauchergruppen hervorgegangen ist.
Diese Gruppen (wilde möhre e.V., Kernbeißer e.G. und Ährensache) begannen 1991 mit Apfelsammelaktionen auf einer Streuobstwiese in Königslutter. Der in Sonderpressung gewonnene Saft erfreute sich so großer Beliebtheit, dass die Sammelaktionen schnell auf weitere Wiesen ausgedehnt wurden.
Heute betreut ASt e.V. über 10 ha Streuobstwiesen und lädt jeden Herbst zu Apfel-Sammelaktionen auf diesen Wiesen ein.
Dadurch und durch die guten Ernten in den letzten 2 Jahren ist der beliebte Saft glücklicherweise nicht mehr so knapp wie in den letzten Jahren. Im Gegenteil, es gibt Saft im Überfluss.
Dieser Apfelsaft ist ein reiner, naturtrüber Presssaft ohne Zusätze. Verarbeitet werden überwiegend alte aromatische Apfelsorten aus Streuobstwiesen unserer Region (Braunschweig, Helmstedt und Umgebung), die als vollreife Früchte wesentlich zum hervorragenden Geschmack des Saftes beitragen. Die Äpfel werden in Sonderpressung schonend verarbeitet und direkt auf Flaschen abgefüllt.
Streuobstwiesen – Apfelsaft können Sie in Braunschweig beim BUND-Büro, im Umweltzentrum, bei Ambrosia und bei den Kernbeißern bekommen.