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Die Herkulesstaude

Heracleum mantegazzianum

Auch genannt: Herkuleskraut, Riesen-Bärenklau
Familie: Doldengewächse (Umbelliferae)
Vorkommen: sehr häufig; Grünland, Äcker, Waldränder, Gärten, Ortsränder, Bach-, Graben-, Straßenränder, Obstanbauflächen
Herkunft: Aus dem Kaukasus im 19. Jahrhundert eingeführt

Allergien durch das Gift Furocumarin

Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) ist imposant und attraktiv, aber auch tückisch. Wer sie berührt, muß mit schweren Allergien rechnen. Ihr Saft verströmt Dämpfe, die Übelkeit hervorrufen sollen. Alle Teile der Pflanze, insbesondere Blätter und Stengelsaft, enthalten das Gift Furocumarin. Es verteilt sich beim Kontakt mit dem Gewächs auf der Haut, zerstört dort den natürlichen UV-Schutz und kann eine Allergie auslösen. Auf der Haut entstehen Blasen, die an eine schwere Verbrennung erinnern, und eine Verfärbung, die monatelang anhält. Teilweise werden die Verbrennungen erst nach 2 bis 3 Tagen sicht- und spürbar. Durch Licht werden die Läsionen verstärkt.

 

Was man dagegen tun kann

Die Hautfläche, die mit dem Pflanzensaft in Berührung gekommen ist, muß sofort gründlich abgewaschen und anschließend mit Sonnenschutzcreme eingerieben werden. In den folgenden Tagen soll man die Sonne meiden.

 

Ökologische Gefährdung durch starke Verbreitung

Die Herkulesstaude zählt zu den Neophyten. Wie der Name (neo = neu und phyt = Pflanze) andeutet, handelt es sich hierbei um Arten, die seit dem 15. Jahrhundert vor allem aus Nordamerika und Ostasien auf unterschiedlichen Wegen nach Europa gekommen sind.

Manche wurden als landwirtschaftliche Nutzpflanze (Mais, Kartoffel), als Forstpflanze (Douglasie, Robinie), als Heilpflanze (Kamille) oder Zierpflanze für Gärten (Springkraut, Goldrute, Riesenbärenklau, Staudenknöterich, Nachtkerze) eingeführt. Einige Neophyten sind in ihrem neuen Lebensraum jedoch zum Problem geworden, da sie sich sehr stark verbreiten und dabei einheimische Arten verdrängen.

So hat sich die bis zu vier Meter hohe Herkulesstaude in letzter Zeit in rasantem Tempo bei uns ausgebreitet. Durch Beschattung mit ihren Doldenblüten und schirmgroßen Blättern verdrängt sie andere Gewächse in ihrer Umgebung. Vermutlich blockieren auch die Gifte der Pflanze die Ausbildung standorttypischer Vegetation.

Besonders große Probleme bereitet die Herkulesstaude an Gewässerrändern. Neben der Verdrängung von typischen Ufergehölzen und Hochstauden verstärkt sie die Erosion, da ihre rübenförmige Wurzel keine für die Ufersicherung erforderlichen Seitenwurzeln aufweist.

 

Wie man die Pflanze wieder aus dem Garten verbannen kann

  1. Schutzvorkehrungen
  2. Durchführung